Natürlich – eine Selbstver­ständ­lichkeit seit 125 Jahren

Was heute in aller Munde ist, gehört zur DNA der ZFV-Unternehmungen. Als Susanna Orelli 1894 den Kleinen Marthahof als ersten ZFV-Betrieb eröffnete, setzte sie einen Kontrapunkt zu den wie Pilze aus dem Boden schiessenden «Beizen und Knellen».

19. Februar 2019

Gesunde und vielfältige Verpflegung für jeden Bedarf

Ihr ganzes Wirken war von Fürsorge und Gastfreundschaft geprägt. Wer beim ZFV einkehrte, hatte die Gewissheit, mit natürlichen und saisonalen Produkten gesund und vielfältig verpflegt zu werden. Auch dass ihre Gäste unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse hatten, war ihr bewusst, und so bekam man beim ZFV von Anfang an halbe Portionen, besonders Hungrige dagegen konnten nachschöpfen. Eine Vorgehensweise, die heute im Kampf gegen Food Waste, aktueller ist denn je. Wem die Suppe nicht behagte, konnte sie durch einen frischen Fruchtsaft ersetzen.

Gross-Abnehmer für Obstsäfte

Susanna Orelli arbeitete von Beginn weg eng mit dem bekannten Botaniker Professor Hermann Müller-Thurgau zusammen, der 1891 die Eidgenössische Versuchsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau in Wädenswil eröffnete und als deren erster Direktor wirkte. Durchs Pasteurisieren wurde etwa Traubensaft nicht nur haltbar, sondern blieb auch alkoholfrei. Die Betriebe des ZFV waren geradezu prädestiniert, unvergorene Trauben- und Obstsäfte auszuschenken und gehörten zu den ersten Gross-Abnehmern dieser Getränke. Trauben- und Obstsaft wurde damals als grosse Neuerung im Zwei- und Dreideziliterglas ausgeschenkt und erfreute sich bei den Gästen grosser Beliebtheit.

Frische Beeren auf dem Speisezettel

Auch im Umfeld von Dr. Max Bircher-Benner fühlten sich die Pionierinnen des ZFV wohl. Ihre Betriebe übernahmen dessen Ernährungsideen und zeigten sich offen für Rohkost und die neue Gemüsezubereitung. Die Gaststätten des ZFV gehörten zu den ersten, die frische Beeren, Obst und später auch exotische Früchte auf dem Speisezettel hatten.

Aus Freude am Genuss

Das heutige Projekt «Aus Freude am Genuss» ist ein integrales Gesamtkonzept, welches die drei Ernährungstrends Gesundheit, Nachhaltigkeit und Transparenz verbindet. Auch dieses Konzept basiert auf dem Gedankengut der Gründerinnen des ZFV, die das Thema Nachhaltigkeit in seinen vielfältigen Facetten gelebt haben, ohne viel Aufhebens zu machen. Sie haben es uns – mit Stil – auf dem silbernen Tablett serviert.